Gutes Hören für eine bessere Lebensqualität



 

Kinderversorgung Pädaktustik

Hörverlust bei Kindern
Geben Sie Ihrem hörgeschädigten Kind die optimale Unterstützung, die es benötigt:
Erfahren Sie, wie Sie ihm helfen und es in seinem Alltag unterstützen können.

Wie häufig kommt ein Hörverlust vor?
Weltweit leiden 32 Millionen Kinder an einem Hörverlust. Von 1‘000 Kindern, die geboren werden, sind etwa 1,4 bis 5 hörgeschädigt. Bei dem Großteil der betroffenen Kinder, etwa 60 %, liegt die Ursache für den Hörverlust hingegen woanders. 

Ein Hörverlust im Kindesalter wird häufig im Rahmen des Neugeborenenhörscreenings erkannt, dass 24 bis 48 Stunden nach der Geburt durchgeführt wird. Einige Kinder, die bei diesen Tests keine Auffälligkeiten zeigen, weisen jedoch mit zunehmendem Alter Anzeichen einer Hörschädigung auf. Bei 1,1 Milliarden Menschen im Alter zwischen 12 und 35 Jahren besteht die Gefahr, aufgrund einer zu großen Lärmbelastung in der Freizeit einen Hörverlust zu erleiden. Bei 12,5 % von ihnen ist die Schädigung dauerhaft.

Hörverlust und Kindesentwicklung
Studien haben bestätigt, dass ein gutes Hörvermögen für die Sprachentwicklung sowie für die Kommunikations- und Lernprozesse von entscheidender Bedeutung ist. Bei hörgeschädigten Kindern besteht die Gefahr einer verzögerten Entwicklung ihrer Fähigkeit andere zu verstehen und sich verständlich auszudrücken. Häufig sind bei ihnen auch Lernschwierigkeiten und schwächere schulische Leistungen zu beobachten. Zudem haben sie öfters Schwierigkeiten im Umgang und in der Kommunikation mit Familienmitgliedern und Gleichaltrigen.

Sofortiges Handeln ist unerlässlich
Bei einem Hörverlust muss unverzüglich gehandelt werden sobald ein Verdacht besteht bzw. eine entsprechende Diagnose gestellt wurde. Besonders wichtig ist dann, dass im Umfeld des betroffenen Kindes weiterhin gesprochen wird, damit sein Gehör durch Sprache und andere akustische Impulse stimuliert wird. Studien haben gezeigt, dass sich die Sprachfertigkeit von schwerhörigen Kindern (gesprochen und/oder in Form von Zeichensprache) bei frühzeitiger Erkennung der Störung und Ergreifung von Maßnahmen ebenso gut entwickeln können wie bei Gleichaltrigen mit gesundem Gehör und dass die Folgen ihres Hörverlustes für das Erreichen bestimmter Entwicklungsstufen letztlich geringer ausfallen.

Hörgeräte 
Es ist von entscheidender Bedeutung eine Störung frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. So können Hörakustiker mit den betroffenen Familien zusammenarbeiten und sie darüber aufklären, wie sie ihr Kind in Bezug auf seine kommunikativen und entwicklungsrelevanten Bedürfnisse unterstützen können. Ihr Hörakustiker beurteilt das Hörvermögen Ihres Kindes und begleitet Sie anschließend bei den nächsten Schritten. Je nachdem von welcher Art und wie schwer Ihr Kind vom Hörverlust betroffen ist, können mehrere der folgenden Maßnahmen erforderlich werden:

·        Hörgeräte: elektronische Geräte, die zur Schallverstärkung am Ohr getragen                  werden

·        Cochlea-Implantate: operativ eingesetzte Geräte, die den Hörnerv im Innenohr              durch elektrische Stimulation direkt anregen

·        Logopädie: therapeutische Anleitung zur Verbesserung der sprachlichen                        Entwicklung und Kommunikation

·        zusätzliche Hörhilfen: technische Vorrichtungen zur besseren direkten                            Weiterleitung von Schall an die Hörgeräte und/oder Cochlea-Implantate des                  betroffenen Kindes

Jedes Wort zählt
Hören ist besonders im Kindesalter wichtig, da die Sprechfertigkeiten, die wir zum Lernen und für die Kommunikation benötigen, schließlich erst noch entwickelt werden müssen. Damit Kinder das Sprechen erlernen, müssen sie zunächst Gesprochenes hören. Eine fortwährende Kommunikation mit Ihrem Kind kann den Sprecherfolg also erhöhen.

Verhelfen Sie Ihrem Kind zum Erfolg
Sie können Ihrem hörgeschädigten Kind auf ganz verschiedene Arten helfen wieder besser zu hören:

·        Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Kind und achten Sie dabei auf eine intensive Kommunikation. Entwickeln Sie Routinen in Bezug auf das                  Sprechen und das Lesen von Büchern. Sprechen Sie mit Ihrem Kind klar und deutlich und aus einer Entfernung von höchstens 2 Metern. 

·        Bestärken Sie Ihr Kind darin, seine Hörgeräte zu tragen. Zeigen Sie aber auch Verständnis dafür, wenn es sie nicht tragen möchte. Feiern Sie          kleine Erfolge, bis Ihr Kind seine Hörgeräte den ganzen Tag lang trägt. 

·        Seien Sie auf alles gefasst. Tragen Sie stets Ersatzbatterien bei sich. Verwenden Sie eine Klemme, mit der die Hörgeräte an der Kleidung                befestigt sind. Haben Sie stets die Kontaktinformationen Ihres Hörakustikers parat.

·        Vermindern Sie nach Möglichkeit störende Hintergrundgeräusche. Erleichtern Sie Ihrem Kind das Hören.

·        Überlegen Sie, ob für Ihr Kind zusätzliches Zubehör wie das ReSound Micro Mic, Multi Mic oder ein FM-System in Betracht kommen.






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