Sonntag, 22 Oktober 2017
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Möglichkeiten
 
Die bisher im deutschsprachigen Raum durchgeführte Therapie mit Tinnitusmaskern ging davon aus, dass ein Ohrgeräusch durch seine Verdeckbarkeit mit Hilfe eines Tongenerators (Tinnitus-Masker) behandelt werden kann. Die Erfolge dieser Verdeckungstherapie waren jedoch nicht ermutigend, meist war es notwendig, die Lautstärke des Gerätes so laut einzustellen, dass das Gerät selbst als störend empfunden wurde.

Weiches Rauschen

Die Akzeptanz der Tinnitusmasker war gering, die Behandlungsergebnisse sind nur bei einigen Patienten befriedigend. Für die Retrainingtherapie muss die herkömmliche Maskeranwendung abgelehnt werden, weil das Hörsystem durch diese Maßnahme nicht desensibilisiert werden kann und die Filterfunktion nicht angeregt wird.
 


Die hierfür notwendige Geräteversorgung besteht darin, dass Geräte verwendet werden, die ein weißes Rauschen aussenden, also ein Geräusch, in dem alle für das menschliche Ohr wahrnehmbare Frequenzen enthalten sind. Damit soll erreicht werden, dass das Hörsystem mit dem ganzen Spektrum menschlicher Hörempfindungen stimuliert wird. Im Gegensatz zur Maskeranwendung wird die Lautstärke des Gerätes gerade überschwellig eingestellt, also keinesfalls verdeckend.

Das Gerät soll zunächst etwa sechs Stunden täglich getragen werde. Im Umgang damit soll der Patient noch einmal daran erinnert werden, dass er nach Möglichkeit gar nicht mehr an den Tinnitus denkt. Vielmehr soll die akustische Aufmerksamkeit bewusst auf das Geräusch des Maskers gelenkt werden.
 


HdO-Geräte

Die derzeit zur Verfügung stehenden Geräte zur Retrainingtherapie sind in der Regel HdO-Geräte. Grundsatz bei der Geräteversorgung ist die weit offene Versorgung, um den Gehörgang möglichst nicht zu verschließen und dadurch die Wahrnehmung der normalen Umweltgeräusche nicht zu beeinträchtigen.


Aus diesen Gründen ist die Versorgung mit einem HdO-Gerät der Versorgung mit einem Im-Ohr-Gerät vorzuziehen. Besteht gleichzeitig zum Tinnitus eine Schwerhörigkeit, so ist der Ausgleich der Schwerhörigkeit durch die entsprechende Hörgeräteversorgung die wichtigste Maßnahme. Dies kann eventuell mit einem Geräuschgerät kombiniert werden (sog. Tinnitusinstrument).
 


TCI (Tinnitus Control Instrument) und TCI-Combi

Das ist digitale Spitzentechnik zur zeitgemäßen Versorgung schwerhöriger Tinnitus-Patienten. TCI und TCI-Combi sind auch als IdO-Geräte erhältlich. Dauer: Zwei Jahre. Die Dauer der Therapie wird von den anglo-amerikanischen Autoren auf ca. zwei Jahre beziffert. Dies betrifft jedenfalls die Versorgung mit dem Geräuschgerät. Die anderen Maßnahmen kommen fakultativ zum Einsatz. Dies bedeutet eine regelmäßige Betreuung und Indikationsüberprüfung durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt, der somit zum "Coach" des Patienten wird.
 
Das Retraining beginnt mit der gezielten Information darüber, dass Tinnitus keine Krankheit des Ohres ist, sondern eine Fehlverarbeitung von akustischen Signalen im Gehirn.

Anhand des Tinnitusmodells von Hazell und Jastreboff wird dem Patienten verdeutlicht, dass die Abkopplung des Unterbewußtseins und der Wahrnehmung von den lästigen Geräuschen das Ziel der Therapie ist. Das akustische System muss also wieder auf die normale und nicht auf die Tinnitus-fokussierte Wahrnehmung zurücktrainiert werden (engl.: "Re-training").

Gedankliche Fixierung durchbrechen

Um das Hörsystem in diese Richtung zu stimulieren, muss es zunehmend für äußere Höreindrücke sensibilisiert und trainiert werden und die gedankliche Fixierung des Patienten auf das Ohrgeräusch muss durchbrochen werden. Hierzu dient eine Behandlung mit Geräuschgeräten aber auch der strikt einzuhaltende Ratschlag, Stille zu meiden.

In vielen Fällen muss dem Patienten klar gemacht werden, dass auch die natürliche Umgebung keine absolute Stille bedeutet, nach der sich der von Tinnitus geplagte Mensch seit seiner Krankheit so sehr sehnt. Der Patient muss die Beobachtung seines Tinnitus, das "In sich-Hineinhören" nach dem Tinnitus vollständig verlassen.

Keine absolute Stille

Die Vermittlung dieser Zusammenhänge ist die entscheidende Grundlage der Retrainingtherapie und unabdingbare Vorraussetzung ihres Erfolges. Die weiteren Maßnahmen können nur erfolgreich eingesetzt werden, wenn der Patient diese Grundlagen der Tinnituswahrnehmung, der Belästigung und die Möglichkeiten der Kompensation durch Aktivierung der zentralen hemmenden Filtersysteme begriffen hat.
HörSysteme schaffen allein durch Verstärkung der Umweltgeräusche eine maskierende Wirkung, bei der die Ohrgeräusche durch die verstärkten Geräusche von außen überdeckt werden. Tinnitus-Masker senden Geräusche ins Ohr, die als angenehmer empfunden werden, als die eigenen Ohrgeräusche. Tinnitus-Masker unterdrücken das Ohrgeräusch nicht einfach, sondern hemmen seine Entstehung durch ein "labiles Gleichgewicht". Das Ohrensausen Verschwindet mit Glück dauerhaft. Tinnitus-Masker werden von der Krankenkasse bezuschusst.
 
 
2,7 Millionen Deutsche leiden unter chronischem Tinnitus. Bei diesem Ohrensausen handelt es sich um klingende, pfeifende oder rauschende Töne und Geräusche, die nicht von einer äußeren Schallquelle stammen. Die Lautstärke reicht von Blätterrascheln bis zum knatternden Moped. Weil die Betroffenen das Geräusch nur selbst wahrnehmen, ist eine Messung von außen schwer bis kaum möglich. Auch die Forschung hat heute noch keine gesicherte Antwort auf die Frage gefunden, wann der Tinnitus auftritt. Sicher ist, Tinnitus ist ein Alarmzeichen des Gehörs. Als Ursachen werden Innenohr- und Lärmschäden, Durchblutungsstörungen oder Hörsturz angenommen, auch Halswirbelerkrankungen oder Beschwerden im Zahn-Kiefer-Bereich. Tinnitus-Patienten fühlen sich den Geräuschen hilflos ausgeliefert, doch gerade in Deutschland macht die Tinnitus-Forschung große Fortschritte, die Chancen für Heilung oder Linderung sind sehr hoch.
 

 

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